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Manuelle Lymphdrainage

Geschichte

Die Manuelle Lymphdrainage wurde Anfang der dreißiger Jahre von Emil Vodder entwickelt. Bis 1936 wusste man ziemlich wenig über die Lymphe und ihr Gefäßsystem, obwohl Hippokrates und Aristoteles schon von „weißem Blut“ und Gefäßen, die eine durchsichtige Flüssigkeit beinhalten, sprachen.


Definition

Die Manuelle Lymphdrainage ist definierbar als leichte Massage, die in einer ganz exakt vorgegebenen Reihenfolge mit zirkulären und spiralförmigen Bewegungen sowie weiteren speziellen Grifftechniken durchgeführt wird. Es ist eine milde und doch hochwirksame „Manipulation“ des Unterhautgewebes. Voraussetzung für eine spezifische Lymphdrainage ist eine zertifizierte Qualifikation des Therapeuten, die u. a. die genaue Kenntnis der Lage von Lymphbahnen und Lymphknoten sowie über die Fließrichtung der Lymphe voraussetzt.


Zusammensetzung und Funktion der Lymphe

Lymphe besteht aus Wasser, Fetten, Eiweißen und Zellen. Sie ist eine farblose bis gelblich/milchige Flüssigkeit, die im Zwischenzellraum (Interstitium) vorhanden ist.

Sie hat die Funktion, liegengebliebene Stoffwechsel- und Abfallprodukte unserer Zellen abzutransportieren und auszuschwemmen, um Flüssigkeitsansammlungen (Ödembildung) zu vermeiden. Dies geschieht durch die Lymphbahnen und zwischengeschaltete Lymphknoten = Filterstationen. Somit werden auch Krankheitserreger abtransportiert und eliminiert.

Bei z. B.  einer Angina oder Grippeinfektion sind die Lymphknoten im Halsbereich angeschwollen, ein Zeichen dafür, dass diese auf Hochtouren arbeiten, um die Verbreitung der Infektion zu verhindern bzw. die Erreger mittels spezialisierter Lymphozyten abzutöten. B- und T-Lymphozyten werden in den Lymphknoten gebildet und dienen also der Immunabwehr.


Ausscheidung über die Lymphe

Die im Zwischenzellraum aufgesammelten Stoffwechselendprodukte oder Schlacken werden von den blind im Gewebe endenden Lymphbahnen aufgenommen und über Weitere abtransportiert. Lymphbahnen und –knoten bilden ein Gefäßsystem, welches letztlich im rechten und linken Venenwinkel der Schlüsselbeingruben mündet. Von dort aus wird die Flüssigkeit über Herz- und Nierenkreislauf schließlich über den Urin ausgeschieden.


Wirkungen auf den Organismus

Ödemrückbildung durch die Anregung des Lymphflusses

Vermindern und Vermeiden von Sekundärschäden (Gewebsveränderung/-schädigung
   durch Eiweißablagerung)

Sedierende (beruhigende) Wirkung auf das neurovegetative System in Form von
  tiefer Entspannung. Dies geschieht durch die anregende Einwirkung auf den
   Parasympathikus (unser Ruhenerv).

Anregung der Verdauung (ebenfalls über die Wirkung auf den Parasympathikus)

Entgiftung durch Entschlackung des Körpers

Steigerung der Immunabwehr


Einige Indikationen für die Manuelle Lymphdrainage

Lymphödembildung aufgrund von Verletzungen/Operationen (z. B. krebsbedingte Brustoperation; Knie- oder Hüftgelenks-OP; Verwachsungen im Bauchbereich; Veneninsuffizienz der Beine)


Die Manuelle Lymphdrainage wird ärztlich verordnet und dauert 30, 45 oder 60 Minuten – je nach Schweregrad des Ödems und verordneter Behandlungseinheit.





























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